Technisches

Wenn ich mich über technische Fragen mit Kollegen aus meinen Branchen (Werbung & Marktkommunikation, IT Dienstleistungen) austausche fühlt sich das an wie eine Reise. Eine Reise zu einem Ziel das konkret und doch unangreifbar ist. Oder können Sie eine Webseite er-riechen, er-schmecken und er-tasten?

Darum geht es immer, aber erst im zweiten Schritt. Zuerst muss die Infrastruktur passen, das heißt, Sie müssen überhaupt mal die Möglichkeit erhalten die Seite zu erreichen. Sich dann weiters dort zurecht zu finden und – so ganz nebenbei – diese auch wirklich genießen: die Kür.

So unterhält man sich wo die Seite jetzt liegt, wie die Datenbank aufgesetzt wurde oder welcher Host diese beheimatet. Parallel dazu wird erwogen ob es bessere, effizientere oder dem Anspruch des Kunden (Gewicht der Webseite an Daten und Traffic) gerechtere Optionen gibt, die den Status verbessern. All dies in Abhängigkeit von einem Budget das meist dem Kunden selbst unbekannt ist, also das es noch zu verhandeln gilt.

Hier steigt der Branchenfremde leider meist aus.

Dabei gilt es das korrekte Fundament für die zu bauende Straße zu entscheiden. Später kann man alles natürlich auch umbauen, neu aufsetzen, transferieren usw. Aber wozu nicht gleich informiert entscheiden und sich sicher sein. Die Sprachwahl des Betreuers muss sich durch Gewichtung an der Bedeutung der Maßnahme orientieren. Ein schwerer Satz. Leichter ist es, basierend auf den Möglichkeiten eine sinnvolle Empfehlung abzugeben. Diese muss transparent nachvollziehbar sein.

Das nennt man an der Hand nehmen.

Gewährleistung- und Haftungspflicht sind gesetzlich sowieso gegeben, also deutet dieser Weg in eine effizientere und vertrauen-gesteuertere Basis, als dem Kunden Angst und Bange zu machen oder diesen für sein verständliches Unwissen dann also bezahlen zu lassen. Hier meine ich allerdings wirklich schlechte Beratung, wo das Beratungsunternehmen womöglich unqualifiziert agiert.

Anyways, jeder lernt dabei. Der Kunde und das Unternehmen. Meist, das „diese Branche“ nur Halsabschneider kennt oder ähnlichen Jargon.

Am Anfang ist also der Standort (Ausgangslage) wichtig und welche Information zu diesem faktisch vorhanden sind (im Kontrast zu Annahmen die den Weg meist fortan begleiten). Welche Route zu welcher Tageszeit gewählt wird ist nunmehr ausschlaggebend für die Wegzeit.

Ich entscheide mich meist für den nachhaltigen Weg. Also ohne Verkehrsstrafen, mit größtmöglicher Klarheit. Trotzdem, die technische Sprache bleibt. Ebenso wie ein Anwalt „standesgemäß“ mit Floskeln und Phrasen arbeitet um einen Sachverhalt darzulegen, arbeiten meine KollegInnen ebenfalls mit Vokabular das Implikationen hat.

Werden diese in Ihrem Kontext nicht erlebbar gemacht und bleiben ohne Nachvollziehbarkeit, bleibt nur noch das Vertrauen in den Berater und seine Glaubwürdigkeit selbst. Schnelles Geld ist zwar üblich in meiner Branche, aber meiner Ansicht nach gutem Geld immer vorzuziehen. Der Kunde merkt sehr gut, ob etwas funktioniert. Fehlt das Vertrauen in die technische Kompetenz gibt es keinen Grund die Beziehung aufrecht zu erhalten.

Also, Technik hin oder her. Es geht immer um den Menschen.

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